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Perspektiven

Zwischen Wissenschaft und klinischer Erfahrung

 

Wissenschaft beantwortet viele Fragen. Erfahrung zeigt oft, welche davon für den einzelnen Menschen wirklich bedeutsam sind.

 

Gedanken aus der Praxis

Viele Menschen kommen zu uns, nachdem bereits vieles versucht wurde. Untersuchungen wurden durchgeführt, Therapien begonnen und unterschiedliche Wege eingeschlagen. Und trotzdem bleibt das Gefühl: “Warum geht es mir immer noch nicht besser?”

Genau an diesem Punkt beginnt für mich die Suche nach Zusammenhängen, die bisher vielleicht noch nicht gesehen wurden. Im Vordergrund steht das Bemühen, den Menschen in seiner Gesamtheit besser zu verstehen. Manchmal entsteht Veränderung durch eine neue Perspektive auf den Menschen und seine Geschichte.

 

Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Die intravenöse Gabe von Ketamin wird seit vielen Jahren in der Anästhesie eingesetzt und in den letzten Jahrzehnten zunehmend wissenschaftlich hinsichtlich ihrer psychiatrischen und psychotherapeutischen Einsatzmöglichkeiten untersucht. Insbesondere bei therapieresistenten Depressionen, posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und akuter Suizidalität liegen hierzu wissenschaftliche Untersuchungen vor. 

Darüber hinaus wurde in den vergangenen Jahren die Ketamin-assistierte-Psychotherapie (KAP) entwickelt. Dabei wird Ketamin gezielt in einen psychotherapeutischen Behandlungsprozess integriert. 

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen zu beiden Bereichen.

Berman et al. (2000): Antidepressant effects of ketamine in depressed patients. Biological Psychiatry, 47(4), 351–354

Zarate et al. (2006) A randomized trial of an NMDA antagonist in treatment-resistant major depression. Archives of General Psychiatry, 63(8), 856–864

Feder et al. (2014) Efficacy of intravenous ketamine for chronic PTSD: a randomized clinical trial. JAMA Psychiatry, 71(6), 681–688

Schwenk et al. (2022): Efficacy and safety of ketamine for chronic pain: a systematic review. Journal of Pain Research, 15, 3181–3196.

Cohen et al. (2023): Intravenous ketamine infusion therapy for chronic pain. Medicine (Wiley), 102(3).

Dore et al. (2019): Ketamine Assisted Psychotherapy (KAP): Patient demographics, clinical data, and outcomes in three large practices administering ketamine with psychotherapy. Journal of Psychoactive Drugs, 51(2), 189–198

Romeo et al. (2020): Ketamine-assisted psychotherapy: A systematic narrative review of the literature. Frontiers in Psychiatry, 11:554

Wolfson et al. (2022): Ketamine-assisted psychotherapy for treatment-resistant depression: a retrospective chart review of clinical outcomes. Frontiers in Psychology, 13:879779

Mathai et al. (2023): Integration of psychotherapy with ketamine for trauma-related disorders: preliminary outcomes and mechanisms. Journal of Affective Disorders, 329, 125–135

Gomes et al. (2025): Ketamine-Assisted Psychotherapy for Treatment-Resistant Depression: a systematic review. Current Treatment Options in Psychiatry.

Sung Ryul Shim et al. (2026): Ketamine Infusions and Rapid Reduction of Suicidal and Depressive Symptoms in Major Depressive Episode

Hinweis: Die hier zusammengestellten Studien dienen der Information und sollen einen Einblick in ausgewählte wissenschaftliche Veröffentlichungen geben. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche oder psychotherapeutische Beratung.

 

Regenerationsmedizin - Infusionsbehandlungen

Infusionsbehandlungen können - je nach Fragestellung - eine sinnvolle Ergänzung eines ärztlichen Behandlungskonzeptes sein. Voraussetzung ist eine sorgfältige medizinische Einordnung sowie eine klare therapeutische Zielsetzung.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und in welcher Situation bestimmte Mikronährstoffe oder Co-Faktoren eingesetzt werden können.

Im Folgenden finden Sie beispielhafte wissenschaftliche Veröffentlichungen zu den jeweiligen Anwendungsbereichen.

 

Vitamin C (i.v. hochdosiert)

Hochdosiertes Vitamin C kann antioxidativ wirken und die Zellen vor oxidativem Stress schützen. Studien berichten positive Effekte bei postoperativer Erholung, oxidativen Markern und Energiestoffwechsel.

Beispielstudie: Jeon Y. et al., 2016. Oxidative Medicine and Cellular Longevity

B-Vitamine / B-Komplex

B-Vitamine sind essenziell für den Energiestoffwechsel und die Funktion des Nervensystems. Positive Hinweise gibt es auf erhöhte Energie und mentale Leistungsfähigkeit, da B-Vitamine zentrale Enzyme in mitochondrialen Stoffwechselwegen unterstützen.

Beispielstudien: Feltbower RG et al., 2012; McNulty H. et al., 2019, Nutrients

Glutathion (GSH)

Als körpereigenes Antioxidans schützt Glutathion die Zellen und Mitochondrien vor oxidativem Stress. Studien zeigen positive Effekte bei Leberwerten, postviraler Fatigue und in IVF-Kontexten.

Beispielstudien: 
Honda Y. et al., 2017, BMC Complement Altern Med; Horowitz R.I. et al., 2020, SciDirect; Murphy MP et al., 2012, Biochim Biophys Acta

 

Nicotinamid-Ribosid / NAD⁺

NAD⁺ ist entscheidend für die Energieproduktion der Zellen. Erste klinische Studien zeigen, dass die Substanz die NAD⁺-Spiegel erhöht und den Zellstoffwechsel unterstützt. In der Forschung wird NAD⁺ auch im Zusammenhang mit Longevity-Mechanismen untersucht.

Beispielstudien: 
Brakedal B. et al., 2022, Cell Metabolism; Trammell SA et al., 2016, Cell Metabolism

Alpha-Liponsäure (ALA)

ALA wirkt als Antioxidans und mitochondrialer Cofaktor. Studien berichten positive Effekte auf oxidativen Stress, Entzündungsmarker und die zelluläre Energieproduktion. Die Substanz wird ebenfalls in Studien zur Unterstützung zellulärer Gesundheit und Longevity betrachtet.

Beispielstudien: 
Zhou Y. et al., 2021, Diabetes Therapy; Packer L. et al., 1995, Free Radical Biol Med

Hinweis: Die hier dargestellten Studien berichten über positive Effekte, ersetzen jedoch keine ärztliche Beratung. Viele Untersuchungen sind klein oder vorläufig. Diese Informationen dienen der Transparenz und Orientierung über die aktuelle Forschungslage und stellen kein Heilversprechen dar.

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